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Adventskalender, was steckt hinter diesem Brauch

Heute ist er in der Weihnachtszeit gar nicht mehr wegzudenken, jeder liebt ihn und es gibt ihn in unzähligen Arten und Ausführungen – den Adventskalender. Der 24-tägige Kalender gehört einfach dazu und Kinder freuen sich schon Wochen vorher endlich jeden Tag ein Türchen öffnen zu dürfen. Doch was steckt eigentlich hinter dem Brauch die Tage bis zum Weihnachtsfest zu zählen?

Unzählige Lieder und Gedichte über die Adventszeit versprechen uns, dass das Warten bald ein Ende haben wird. Heutzutage gilt das natürlich vor allem für Kinder die es kaum erwarten können ihre Geschenke auszupacken. Doch ursprünglich galt der Brauch des Wartens nicht neuem Spielzeug oder einem coolen Handy, sondern dem Jesus Kind, welches an Weihnachten auf die Welt kommen würde. Das Wort Advent wurde deshalb auch aus dem lateinischen „Adventus“ abgeleitet, was Ankunft bedeutet.

Den Adventskalender wie wir ihn heute kennen, gibt es noch gar nicht so lange. Die Idee eines Kalenders, der zum Weihnachtsfest hinführt allerdings schon und er ist aus unterschiedlichsten Traditionen der evangelischen und katholischen Kirche entstanden. Evangelische Adventsandachten fanden traditionell zuhause statt. Jeden Tag wurde hier im Kreis der engsten Familie eine Kerze angezündet und eine Lieder gesungen. Deshalb sind evangelische Adventsbräuche, auch der Adventskalender sehr familiär entwickelt.

Schon Anfang des 19. Jahrhunderts begannen Eltern die Vorweihnachtszeit für ihre Kinder spannender zu gestalten und ließen sie die Tage bis zum Heiligen Abend herunterzählen. Das lief jedoch ganz anders ab als wir uns das vielleicht vorstellen. Während Kinder heute jeden Tag ein Geschenk oder etwas Süßes bekommen, gab es damals lediglich den Brauch, dass Eltern 24 Striche an die Wand malten und die Kinder jeden Tag einen davon wegwischen durften. In Klosterschulen durften Kinder, allerdings nur als Belohnung für gute Taten, jeden Tag einen Strohhalm oder eine Feder in die Krippe legen, so dass das Jesus Kind weich liegen konnte.

Erst vor ca. 100 Jahren wurde von Gerhard Lang der erste Adventskalender mit 24 bunten Bildchen gedruckt, die Kinder sich selbst ausschneiden und dann auf ein separates Blatt kleben konnten. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde jedoch wieder versucht Adventsbräuche abzuschaffen, da christliche Traditionen zu dieser Zeit verdrängt werden sollten. Lediglich ein Vorweihnachtskalender mit nationalsozialistischen Liedern und Sprüchen war erlaubt, der mehr der Propaganda als der Freude auf Weihnachten dienen sollte. Nach dem Krieg in den 50er Jahren konnte man auch in der Adventskalender-Geschichte den wirtschaftlichen Aufschwung deutlich spüren, denn es wurde vom eigentlichen Adventsbrauch, der Fastenzeit, komplett abgesehen und Kalender mit kleinen Geschenken und Süßem setzten sich durch.

Die Geschichte des Adventskalenders zeigt gut, dass der noch so junge Brauch für uns alle zu einer wunderschönen Tradition geworden ist, die sowohl für Kinder wie auch Erwachsene das sehnliche Warten auf das Fest versüßt.

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