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St. Martin
Ich gehe mit meiner Laterne…
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St. Martin – Ich gehe mit meiner Laterne…

Jedes Jahr am 11. November ist Martinstag. Rund um diesen Tag gibt es viele Bräuche und Traditionen, zum Beispiel kann man – vor allem in katholischen Regionen – viele Laternenzüge beobachten. Aber wer war eigentlich St. Martin und was hat er mit Laternen und Gänsebraten zu tun?

 

Die Geschichte des Heiligen Martin

Der Legende nach wurde Martin von Tours, wie sein voller Name lautete, im Jahre 317 nach Christus geboren. Er war ein Offizier und für seine Großzügigkeit bekannt und beliebt. An einem klirrend kalten Wintertag begegnete Martin vor den Toren seiner Heimatstadt einem frierenden Bettler. Martin hatte Mitleid mit dem Mann. Kurzerhand nahm er sein Schwert, teilte seinen Mantel in zwei Hälften und gab die eine Hälfte dem Bettler. In der Nacht erschien im dann der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen. Aufgrund dieses Erlebnisses ließ er sich taufen und wurde Mönch.

Gänse und Laternenzüge

Kurze Zeit später starb der amtierende Bischof, die Bevölkerung bat nun Martin, dieses Amt zu übernehmen. Der bescheidene Mann fühlte sich dieses Amtes aber nicht würdig und versteckte sich im Gänsestall. Die Leute entzündeten nun Laternen und suchten ihn. Dabei riefen sie laut seinen Namen und sangen Lieder. Schließlich verrieten ihn die schnatternden Gänse und er wurde um Bischof geweiht. Daher kommen die heutigen Laternenzüge und der Bezug von St. Martin zu den Gänsen. Eine andere Geschichte erzählt, dass die Gänse bei der Predigt gestört haben und deshalb geschlachtet wurden. Wir glauben auf jeden Fall an erstere Geschichte 😉

Martin war übrigens über 30 Jahre lang Bischof und hat laut Überlieferung in dieser Zeit viele Wunder verbracht. Er wurde am 11. November 397 n. Chr. beerdigt und einige Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen. Heute ist er immer noch der Schutzheilige der Bettler, Reisenden und Flüchtlinge.

Traditionen und Bräuche

Vielerorts ist es nach wie vor üblich, dass Kindergarten- und Grundschulkinder Laternen basteln und singend durch die Straßen ziehen. Das Licht hat im christlichen Glauben eine große Bedeutung: Es wird mit der Heiligkeit Gottes und dem Guten in Verbindung gebracht, die Dunkelheit dagegen steht für das Böse. Die Laternen stellen deshalb die strahlende Botschaft des heiligen Martin dar und sollen Licht in die dunkle Novembernacht bringen. Nicht selten endet der Zug dann an einem Martinsfeuer, wo die Kinder die Geschichte von St. Martin vorgelesen bekommen oder sie selbst aufführen. Oft gibt es für die Kleinen dann Süßigkeiten oder Kuchen, die der Legende von St. Martin nachempfunden, dann mit den anderen Kindern geteilt werden.

In einigen Gegenden gibt es auch die Tradition des Martins oder Martini Singens. Nach dem Lichterzug ziehen die Kinder von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten. Viele Leute halten für die Kinder einen sogenannten Weckmann bereit. Das ist ein Hefegebäck mit Rosinen in Form eines Männchens, das speziell für den Martinstag gebacken wird. Auch süße Brezen mit Zuckerkörnern werden zu St. Martin verteilt.

Besonders im Süden Deutschlands freuen sich die Kinder auf den 11. November. Dann dort bringt der „Pelzmärtel“, wie Martin dort genannt wird, kleine Geschenke, ähnlich wie der Nikolaus am 6. Dezember. Übrigens gedenken evangelische Christen an diesem Tag nicht Martin von Tours, sondern Martin Luther, der am 10. November geboren und am 11. November getauft wurde. Den Martinstag gibt es nicht nur in Deutschland, er wird in weiten Teilen Europas begangen. Die Britten tanzen hier kulinarisch aus der Reihe: Es gibt Schwein statt Geflügel.

Wer nun Lust bekommen hat, eine Laterne zu basteln, findet hier eine Anleitung.

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