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Wie finde ich den richtigen Kindergarten für mein Kind?

Einigen Lesern wird diese Frage seltsam vorkommen. Das Problem in vielen Ballungsräumen ist eher: Wie finde ich überhaupt einen Kindergartenplatz für mein Kind? Aber auch bei immer noch viel zu wenigen Kinderbetreuungsplätzen muss man sagen, die Lage ist deutlich entspannter geworden als noch vor einigen Jahren. Die Auswahl des richtigen Kindergartens ist eine Entscheidung, die viele Eltern sehr beschäftigt. Zunächst einmal müssen einige harte Fakten erwogen werden:

Wie weit ist der Weg zum Kindergarten? Wie sind die Öffnungszeiten?

Auch wenn Eltern von speziellen Betreuungsarten für ihre Kinder überzeugt sind und sich gerne für eine besondere pädagogische Ausrichtung oder bilinguale Betreuung entscheiden würden, sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass der Weg zwischen Kindergarten und Wohnort nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen darf. Wenn zum Beispiel das bisher betreuende Elternteil wieder in den Beruf einsteigt, sollte bedacht werden, dass lange Fahrzeiten eine zusätzliche Belastung darstellen. Nicht wenige Kinder benötigen auch nach einer gründlichen Eingewöhnungszeit noch täglich eine längere Abschiedsphase im Kindergarten. Die fällt dann entspannter aus, wenn der Weg zur Arbeit danach nicht so lang dauert. Die Öffnungszeiten sind in dieser Situation ebenfalls besonders wichtig. Entspanntes und pünktliches Bringen und Abholen erleichtern jeden Arbeitstag.

Was kostet die Kinderbetreuung?

Es gibt eine Reihe von zumeist privaten Betreuungsangeboten, die das Familienbudget erheblich belasten. Auch wenn die Angebote reizvoll erscheinen, sollte dringend darauf geachtet werden, dass das Familieneinkommen nicht zu stark belastet wird. Sollte sich in den Kindergartenjahren etwas am Familieneinkommen verändern (Krankheit, Arbeitslosigkeit etc.) müsste mit hoher Wahrscheinlichkeit das Kind den Kindergarten wechseln. Für die Kleinsten ist das häufig ein sehr einschneidendes Erlebnis.

Welche Konzepte gibt es?

Situations-Ansatz

Der Situations-Ansatz ist das in den meisten Kindergärten vorherrschende Prinzip. Erfahrungen und Beobachtungen aus dem täglichen Leben sind besonders wichtig: Die Kinder lernen, Dinge in ihrer Umgebung aktiv wahrzunehmen und zu benennen, sie sammeln praktische Lebenserfahrung.

Freinet Ansatz

Im Freinet Konzept beteiligt sich jedes einzelne Kind so aktiv wie möglich. Morgens werden die Kinder nach ihren Wünschen befragt. Die Ideensammlung wird in der Gruppe besprochen und daraus gemeinsam ein Tagesablauf entschieden.

Montessori Ansatz

In der Montessori Betreuung wird jedem Kind so viel Freiheit wie irgend möglich gegeben. Die Mitarbeiter greifen in den Tagesablauf nur ein, wenn es unbedingt nötig ist. Spezielles Spielzeug mit „Aufforderungscharakter“ soll den Bewegungs- und Entdeckerdrang des Kindes fördern.

Waldorf Pädagogik

Das Waldorf Konzept möchte eine „ganzheitliche Entwicklung“ von Seele, Körper und Befinden. Die Kinder sollen möglichst frei und nach eigenen Vorstellungen spielen. Die Kinder werden ermutigt, verstärkt auf ihre inneren Wünsche zu hören. Das Spiel ist Selbstzweck und dient nicht der speziellen Wissensvermittlung oder Förderung.

Waldkindergarten

Ein Waldkindergarten offeriert den Kindern eine besondere Lebenswelt: Mit wetterfester Kleidung und Rucksäcken verbringen die Kinder ihre Zeit nicht in einem geschlossenen Gebäude, sondern in der Natur. Als Spielzeug gibt es keine Spielwaren, sondern alles was die Natur einem Kind zum Spielen bietet.

Spielzeugfreie Kindergärten

Ebenfalls ein spielzeugfreies Konzept. Zum Zeitvertreib für die Kinder dient ausschließlich allgemeines Material wie Schachteln oder Wolle. Die spielzeugfreie Erziehung soll die Kreativität fördern.

Multilinguale Kinderbetreuung

Gerade für Kinder, die zuhause mehrsprachig aufwachsen, ist dieser Ansatz besonders bewährt. Die Betreuung der Kinder findet durch Muttersprachler statt. Die Kinder lernen auch tagsüber spielerisch den Zugang zu verschiedenen Sprachen parallel.

Integrativer Ansatz

Im integrativen Kindergarten werden Kinder mit besonderen Bedürfnissen, wie zum Beispiel Rollstuhlfahrer oder Entwicklungsverzögerte, gemeinsam mit „gesunden“ Kindern betreut. Die frühe Entwicklung von Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen Menschen steht im Fokus dieser Betreuungsart.

Was hilft bei der Entscheidung?

Nach der Abwägung der harten Fakten (s.o.) und des pädagogischen Konzeptes, kann den Eltern nur die Nähe zu ihrem Kind und ihr eigenes Bauchgefühl weiterhelfen:

Sind die Betreuer sympathisch und offen?

Gibt es ein schönes Freigelände zum Toben?

Gibt es Kinder in der Einrichtung, deren Eltern man befragen kann?

Wenn sich der Kindergarten atmosphärisch gut für die Eltern anfühlt, wird in der Regel auch das Kind dort glücklich sein.

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